Tagebuch 2010
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Urlaub auf Ekkilsøy 2010

Mittwoch, 7.7.2010

Sonnig, 16 °C, Wind: SO 1-2

Der Oslofjord zeigt sich bei unserer Ankunft von der besten Seite. OslofjordStrahlender Sonnenschein und kaum Wind. Die Fahrt durch den Fjord hatten wir bisher noch nie bei so schönem Wetter erleben dürfen. Für unsere norwegischen Gastgeber eine große Freude. Das sie selbst im Oslofjord einen tollen Platz zum Zelten finden zeigt dieses Bild.

Nach 979 im Auto gefahrenen Kilometer kommen wir um 18.40 Uhr auf Ekkilsøy an. Jetzt schnell die Sachen ausladen und dann Fußball gucken. Irgendwie fehlt der dritte Mann beim Ausladen. Wir werden uns daran gewöhnen. Das Fußballspiel (Deutschland - Spanien) war nicht so der Brüller. Wir machen noch einen Abendspaziergang zum Campingplatz.

OK. Die neue Hütte ist fertig. Peter kann also kommen. Kurzer Schwatz mit Geijer, die Gäste fangen zu viele Fische!!!! Wir werden sehen. Gegen 23.00 Uhr gehen wir ins Bett. Es ist taghell.

 

Donnerstag, 8.7.2010

Sonne, 16 °C, Wind: SO 2-3

Endlich Urlaub. Der Tag beginnt ganz entspannt. Angelsachen auspacken, Boot klar machen. Schon ist der Vormittag rum. Nach dem Essen gibt es wieder eine Ruhepause. Die Sonne steht in voller Pracht am Himmel.

Blick zum Hatten

Gegen 16.00 Uhr geht es mit der einsetzenden Flut zum ersten Angelausflug. Gleich am Campingplatz geht es los. Wir fischen in Tiefen von 70 auf 30 Meter. Es kommen zwei kleine Wittlinge und ein Köhler an Bord. Das Mittagessen für Morgen ist gesichert. Nach mehrern erfolglosen Driften fahren wir zum Leuchtturm. Die Driftrichtung erlaubt das Fischen genau parallel an einer abfallenden Kante. Auf Grund gibt es aber nichts außer Seetang. Dann aber doch noch beim Hochkurbeln ein kräftiger Widerstand. Zwei Köhler an einer Montage von je 2,5 kg. Das war schon schön. Die beiden Fische werden mit dem Kescher ins Boot geholt, und mit einem schönen Gruß an Neptun zurückgesetzt.

Freitag, 9.7.2010

Wolkig, 15 °C, Wind: umlaufend sehr schwach

Nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt geht es gegen 10.00 Uhr zum Fischen. Da es einen kaum spürbaren Wind gibt, fahren wir nach Sveggen. Helga würde sagen: Da wo die Muschelbänke sind.... Also gleich am Leuchtturm bei etwa 50 Meter geht es los. Kaum war der Köder im Wasser, war Andreas Rute mächtig krumm. Der Fisch will einfach nicht mit. Es ist ein sehr schöner Köhler. Mit dem Kescher schonend ins Boot geholt, gewogen, fotografiert und zurück ins Wasser. Er wiegt gut 3 kg. Es folgten noch drei weitere Köhler. Der Beste davon hat 5 kg. Alle kommen mit dem Schrecken davon. Es kommen dann noch ein Schellfisch und ein Pollack an Bord und die dann auch in die Fischkiste.ja er lebt noch

Lutz hatte danach noch eine Begegnung der dritten Art. Beim Hochholen ein Biss. Kleiner Köhler... Dann aber urplötzlich enormer Druck in der Schnur, die Rollenbremse gibt zügig Schnur frei. Was ist dass denn? Nach ca. 10 Sekunden ist der Spuk zuende. Was das war, lässt sich nur vermuten. Es hängt ein Köhler von etwa 45 cm Länge an Pilker. Allerdings hat dieser deutliche Spuren von einem Fischgebiss am kompletten Körper.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich genau wissen will, wie groß der Räuber da unten wirklich war... Egal. Es folgt die Mittagspause, Sonnenbaden, Lesen, Abschalten... auch ok!

Am Abend, nach der Tagesschau, auf zur zweiten Ausfahrt. Vor Sveggen 2 Köhler, wieder um 3 kg, dann aber frischt der Wind auf und wir fahren zurück in den Fjord. Am Leuchtturmfelsen (Galten) fangen wir dann die ersten Makrelen und einen Köhler der Standardgröße, den wir dann aber mitnehmen. Die Fischkiste muss in diesem Jahr nicht so voll werden wie die Jahre zuvor. Wir schonen auf unsere Art die Resourcen.

Gegen 23.30 Uhr geht ein sehr erfolgreicher Angeltag zuende. Fazit: in den Jahren zuvor hatten wir noch nie so erfolgreiche erste Angeltage.

Samstag, 10.7.2010

Vormittag: Regen, 12 °C, Wind: SW 6-7
am Abend: sonnig, 14 °C, Wind: SW 2-3

Über Nacht zogen dunkleSonnenuntergang Wolken auf und es regenete bis in den Morgen. Dazu kommt noch ein böiger Wind aus SW mit bis zu 7 Windstärken. Den Vormittag nutzen wir zum Tanken, Geld holen und "Eingucken".

Gegen 16.00 Uhr versuchen wir eine Ausfahrt Richtung Campingplatz. Außer einer Makrele landet nichts im Boot.

Am Abend spielt Deutschland um Platz 3 bei der WM... und wir fahren zum Fischen...

Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang (ca. 23.20 Uhr) und haben am Ende genug Makrelen um sie sauer einlegen zu können und noch einen Leng von 1,5 kg.

Sonntag, 11.7.2010

Sonne, bis zu 28 °C, Wind: NO 2, später bis 5

Heute ist das WM Finale. Daher wird der Abend am Fernseher verbracht. Also "nur" eine Ausfahrt am Vormittag. Gegen 9.00 Uhr brechen wir auf. Der Wind ist mäßig und kommt aus NO. Das ist genau die richtige Richtung um in der Lengecke vom Felsen in den Fjord treiben zu können. Auf dem Weg dorthin kommen schon die ersten Makrelen.

Andrea angelt mit Pilker und Beifänger, bestückt mit Makrelenstücken. Ich habe eine Spinnrute (10-40 Gramm WG) und einen 40 gr. Minipilker. Zum Pilken in 60 m Tiefe sicher ungeeignet aber zum Makrelenangeln ideal. Also ran an den Felsen und los. Zweiter Wurf: Makrele. An der weichen Rute ein echter Spaß. Auf dem Echolot sind im Mittelwasser Signale zu sehen. Ich lasse den Minipilker einfach so weit es geht runter, um ihn dann zügig hoch zu kurbeln. Es kommt, wie es kommen muss! Ein kräftiger Ruck an der Angel, die Schnur saust von der kleien Baitcaster-Rolle. Die Rute neigt sich energisch zur Wasseroberfläche. Der Fisch bringt den Pilker locker bis zum Grund... das aber auch drei Mal nach einander. Es dauert etwa 5 - 6 Minuten. Ich kann den Fisch mit dem Kescher ins Boot holen. Er wiegt gut 5 kg.

neu im Fangbuch

Den Clou des Tages landet allerdings Andrea. Nach einigen Wittlingen, Lengs und einem Köhler ist ihre Angel deutlich krumm. Allerdings ist keine Flucht oder ein "Schlagen" zu spüren. Sofort meint sie, so etwas hatte ich noch nie am Haken. Wie wahr!!!! Der Widerstand an der Angel wird nicht mehr, aber auch nicht weniger. Gespannt schauen wir auf das Wasser. Es muss doch etwas zu sehen sein. War es dann auch. Mein erster Gedanke: eine Seespinne. Andrea wird ganz blass und gibt mir schnell die Rute. Was ich dann aber letzendlich im Kescher habe, ist dann doch eine Überraschung. Es ist ein Calmar von stattlicher Größe. Er hat den Drilling in einem Fangarm. Ich kann ihn schnell vom Haken befreien. Mit dem Kescher ins Wasser. Ob er wieder zu sich kommt? Wir sind so vedutzt, dass wir nicht das beste Foto kriegen, aber wir haben ein paar Sekunden Film. Vielleicht lassen sich davon noch Fotos machen.
Das Tier erholt sich recht schnell. Also lasse ich es wieder schwimmen. Langsam bewegt sich der Calmar in die Tiefe. Ein tolles Erlebnis.

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Am Nachmittag war dann Hausarbeit angesagt. Fische versorgen, Makrelen braten und einlegen, Brötchen backen und aus den Bauchlappen und Brustflossen wird ein Fischfond gekocht.

Am Abend gibt es dann das Endspiel bei der Fußball WM.

Montag, 12.7.2010

Sonnig, 14 °C, Wind: NW 3 zunehmend 6

Gleich nach dem Frühstück fahren wir zur Lengecke. Die Sonne scheint und der Wind ist schwach aus NW. Der erste Versuch mit meiner Spinnrute bringt eine Makrele und der Zweite einen Köhler von wieder etwa 3 kg. Das macht an der kleinen Rute richtig Spaß. Wir versuchen eine zweite Drift und plötzlich frischt der Wind mächtig auf. Unser Boot ist da sehr anfällig. Also Rückzug und ein Versuch in der Einfahrt zum Fjord. Andrea fängt eine Makrele, sonst nichts. Wir fahren unter der Brücke in Richtung Süden. Hinter der Fischfarm versuchen wir es noch ein Mal. Selbst hier ist der Wind zu kräftig. Ich kann zwar noch zwei kleine Dorsche fangen, aber dann geben wir die Angelei für heute auf.

Ich kümmere mich um die Ausrüstung. Eine Multi braucht ein wenig Pflege. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie viel Salz in eine Rolle passt. Also habe ich sie in ihre Einzelteile zerlegt, gereinigt und auch wieder, voll funktionstüchtig, zusammen gebaut.

Dienstag, 13.7.2010

Regen, 10 °C, Wind: W 7- 10

Der Regen trommelt schon die ganze Nacht an das Fenster. Der Wind ist so laut, das er uns nicht schlafen lässt.

Nach dem Frühstück immer noch Regen und Sturm. An eine Ausfahrt ist nicht zu denken. Also machen wir uns einen entspannten Tag an Land. Immerhin haben wir doch schon einiges an Fisch in der Kühltruhe.

Mittwoch, 14.7.2010

Bedeckt, 12 °C, Wind: NNO 3 - 5 zunehmend bis 7

Am Morgen machen wir ganz schön lange Gesichter. Es ist kalt und noch recht windig. Bevor wir uns zu einer Ausfahrt entschließen, schauen wir lieber erst mal vom Campingplatz  in den Fjord. Der Wind kommt aus NNO und ist recht konstant. Es sind keine Schaumkämme auf den Wellen zu erkennen. Wir wollen also dann doch eine Ausfahrt starten.

Wir brechen gegen 10.00 Uhr auf. Der erste Versuch südlich der Brücke bringt außer einigen Minidorschen nichts weiter ein. Deshalb starten wir in die Lengecke. Der Wind meint es recht gut mit uns. Im Windschatten der Felsen ist die Drift gut. Wir fangen einige Köhler, einen kleinen Leng, eine Scholle, Makrelen und fünf Wittlinge. Am Nachmittag wird der Wind stärker. Gegen 15.00 Uhr brechen wir unsere Angeltour für heute ab. Während ich die Fische ausnehme, angelt Andrea noch weiter. Plötzlich ist ihre Angel gewaltig krumm. Leider ist es kein Fisch. Irgend etwas hängt da an der Schnur und will einfach nicht nach oben. Andrea kann nicht mehr. Ich übernehme den Rest. Mit Mühe ziehe ich einen alten Krabbenkorb in das Boot. Positiv daran ist die Erkenntnis, dass unser Material auch das problemlos überstanden hat.

Jetzt noch die Fische versorgen und dann den Tag ausklingen lassen.


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