Urlaubstagebuch 2009
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Urlaub auf Ekkilsøy 2009

10.7.2009

Von Oslo bis Åndalsnes ohne Regen, Panne oder Unfall nach fast genau 10h sind wir gegen 19.30 Uhr 'zu Hause'.die Ferienwohnung

Familie Bauer aus Grieben und Familie Müller aus Magdeburg beziehen bei Magnar ihre Hütten.

--- Begeisterung sieht anders aus! ---

Egal, uns gefällt es hier prima. Zwar begrüßt uns Ekkilsøy mit Regen, aber es war seit mehreren Wochen das erste Nass auf trockenem Boden. Also höchst willkommen für die Pflanzen.

Auspacken, einräumen und Abendessen. Danach alles etwas sacken lassen und ab ins Bett.

 

11.7.2009

13° C, Wind 0-1, bedeckt teils neblig

Gegen 6.30 Uhr war nicht mehr an Schlaf zu denken. Nur noch im Bett hin- und hergedreht. Der Frühstückshunger treibt uns aus dem Bett. Geplant war für heute das Zusammenbauen der Angeln und die erste Ausfahrt.
Doch es kam ein wenig anders. Helga muss zum Zahnarzt nach Kristiansund. Also mit der Fähre über den Bremsnesfjord hin zum Arzt. Die Behandlung dauerte ca. 2 Stunden. Mit der Fähre wieder zurück, da war es bereits 15.00 Uhr. Kein Mittag gegessen, keine Angeln zusammengebaut, kein Boot klar gemacht. Was für ein erster Angeltag. Unsere 1. Ausfahrt begann gegen 18.30 Uhr. Dank meinem Pocket Navigator mussten wir uns vor dem Nebel im Fjord nicht fürchten. War aber auch nicht so schlimm. Ines, unser Angelneuling, legte voll los. Leng, Seehecht und Dorsch von brauchbarer Größe landen in der Fischkiste und bereichern unseren Speiseplan am Sonntag.

Der Tag geht...

Meine Notizen für das Tagebuch schreibe ich gegen 0.00 Uhr auf der Terasse ohne künstliche Beleuchtung. Der Sommer in Norwegen ist faszinierend.

12.7.2009

16° C, Wind 1 aus NW, wolkig teils heiter

Der Sonntag beginnt mit einem guten Frühstück. Die Sonne lässt sich ab und zu sehen, es geht ein wenig Wind. Die Flut erreicht um 14.30 Uhr ihr Maximum. Also nach dem Mittag (Fischklöße, hmmm lecker!!!) auf in die 'Leng-Ecke'. Hier soll es zurzeit gute Fische zu fangen geben. Leider erwischen wir in 2 Stunden nur einen Rotbarsch. Allerdings konnten wir ein paar Schnappschüsse von unserern Begleitern, beim Versuch einen Fisch zu fangen, machen.

 Helga und WernerKarin Gerald und Christian

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Fische nicht wollen, dann eben nicht. Nach dem Abendessen (Seehechtfilet in Kräutersoße) versuchen wir es erneut. Petter, unser Gastgeber, versorgte uns mit einer gefrorenen Makrele. Damit war das Köderfischproblem für den Abend gelöst.

Der Ausflug am Abend brachte das Mittagessen und die Köderfische für den nächsten Tag. Zwei Köhler und ein strammer Schellfisch landeten im Boot. Der Abend endete in gemütlicher Runde bei einem Gläschen Wein.

13.7.2009

18° C, Wind 2-3 aus NW, heiter

Dunner Knispel würde Pippi Langstrumpf sagen. Wir frühstücken erst um 10.00 Uhr. Die Sonne lacht, es geht ein leichter Wind. Der beinah perfekte Angeltag liegt vor uns. Ein kleiner Einkauf in Bruhagen noch vor dem Mittag, dann den Schellfisch auf Paprika-Sahne-Curry zubereitet und voller Elan zum Boot. Gerald und Christian bringen gerade zwei Köhler (3,5 und 4 kg) mit. Das motiviert natürlich.

Im Fjord leider nichts. Wir starten den ersten Versuch vor Sveggen. Die See ist für das kleine Boot zu rauh. Nach nur einer Drift brechen wir hier ab. Zurück in den Fjord. Andrea kann nach etlichen Versuchen zwei schöne Leng's in das Boot holen. Dann zieht ein Gewitter über den Bergen auf. Wir wissen nicht ob und wie schnell es uns erreicht. Also zurück in sichere Gefilde. Beim Filetieren der Leng's entstanden dann die Fotos. Vier Möven streiten sich um eine Lenghaut...

MövenkampfMövenkampf

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend gibt es einen weiteren Versuch, den Jägern der Tiefsee nachzustellen. Der Wind hat gedreht und ist schwächer. Mutig wie wir sind, fahren wir nach Sveggen. Wir versuchen es in verschiedensten Wassertiefen. Jedoch ohne zählbaren Erfolg. Auch ein abschließender Versuch am Leuchturm bringt keinen Fisch. Ab nach Hause und den Plan für morgen geschmiedet....

14.7.2009

16° C, Wind 2 aus S, Regen, später wolkig

Der Morgen begrüßt uns mit starken Regen. An Ausfahrt ist nicht zu denken. Im Laufe des Tages lässt der Regen nach. Wir fahren nach Sveggen. Der Wind und die Strömung lassen uns parallel zu Küste driften. So können wir gezielt einzelne Wassertiefen absuchen. Von 110 bis 40 m haben wir es versucht. Zwei mal gelang es uns in ca. 55m Tiefe stramme Wittlinge zu erwischen. Der Beste war knapp 60 cm lang. Ein schöner Fisch. Es werden zusammen 2,5 kg Filet. Nicht sehr viel, aber der Anfang ist gemacht. Ein weiterer Versuch am Abend brachte nichts. Der Wind war komplett weg. Keine Drift, kein Fisch. Weder im Fjord noch vor der Küste. Irgendwie ist zurzeit kein Fisch in der Nähe. Wir werden es weiter versuchen. Ganz bestimmt. Das Foto des Tages: Werner beim Anlegen. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

AnlegemanöverAnlegemanöver

 

15.7.2009

22° C, Wind 2 aus NW, Sonne

Am Morgen zieht es nur Gerald auf das Wasser. Leider ohne Erfolg. Wir starten einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung. Mit der Flut am Nachmittag beginnt der Kampf mit den Objekten der Begierde auf's Neue.

Sonne satt. Mehr als 22°C, was wollen wir mehr. Lecker Mittagessen, ein kleines Schläfchen und mit der Flut in's Boot. Der Wind ist aufgefrischt und kommt aus WNW. Genau richtig für die Angelei in der Lengecke. Es kommt auch ein Schellfisch und ein Wittling an Bord aber auch eine finstere Gewitterwolke über dem Frei-Berg. Wir gehen kein Risiko ein und brechen den Ausflug ab. Mal sehen, was noch geht.

Das DreamteamGewitterstimmung

 

16.7.2009

14° C, Wind 2-3 aus NO, Sonne

Nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt fahren wir zur Atlantikstraße. Bei der Ankunft konnten wir im Regen nicht sehr viel davon sehen. Es ist zwar nicht das Bilderbuchwetter, aber die Aussicht ist dennoch ok. Atlantik

Nach der Mittagspause erkunden wir die flachen Regionen südlich der Brücke. Christian konnte bereits einen Köhler von etwa 3kg landen. Ein schöner Erfolg für den jüngsten in der Runde.
Uns gehen die ersten Makrelen an den Haken. Das ist doch schon was. Zumal die Makrelen eine, bisher für uns, ungewöhnliche Größe haben. Stückgewichte bis 900gr waren dabei.
Petter setzt am Abend ein Netz. Er möchte uns bei der Köderbeschaffung helfen.
Wir sind gespannt, wie voll das Netz wird. Nach unseren Erfahrungen aus den letzten Jahren gab es immer sehr viel Arbeit und wenig Platz im Gefrierschrank.

17.7.2009

19° C, Wind 4-5 zunehmend aus W, Sonne

Am Morgen um 7.30 Uhr fahren Petter und Lutz nach Gjengstöa um das Netz einzuholen. Das Ergebnis war ernüchternd. Im Netz waren etwa 100 kg Quallen, 4 Heringe, 3 Makrelen und 2 Köhler....
Das Dreamteam ist in Kristiansund, Bauers wollen zum Geiranger. Also fahren wir am Morgen noch mal in's Flache (ca. 25m). Es kommen bald die ersten Makrelen an Bord. Der Bann scheint gebrochen. Für uns sind Makrelen nicht nur willkommener Köder, sondern auch ein hervorragender Speisefisch. Die meisten Filets landen im Eis, die Bauchlappen in der Köderbox. Die restlichen Makrelenfilets haben die Ehre, frisch gebraten in einer Essig-Gewürzmarinade schwimmen zu dürfen. Am Ende des Tages haben wir 27 Makrelen und einen sehr schönen rot gefärbten Dorsch.

Der Wind nimmt stark zu. Bauers waren nicht am Geiranger sondern in Ålesund. Gerald hat ganz tolle Fotos gemacht. Vielleicht kann ich hier einige davon zeigen.

18.7.2009

16° C, Wind 4-5 zunehmend aus W, Sonne

Sonne sattDer Wind ist richtig heftig. Unser kleines Boot ist dafür nicht geeignet. Also gibt es wieder einen kleinen Abstecher in die nähere Umgebung. Das Dreamteam und Michael fahren nach Bud. Die Festung, der Hafen sind absolut sehenswert. Wir schauen uns die neue Straße nach Kristiansund an. Der Tunnel soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Er verläuft in 300m Tiefe unter dem Fjord von Sveggen nach Kristiansund. Die Mautstation ist aber schon fertig....
Wir können es aber nicht lassen. Trotz Wind versuchen wir unser Glück. Einige Makrelen und ein strammer Dorsch sind die Belohnung für unsere Mühe.
Der Abend endet mit einem gemütlichen Beisammensein bei Helga und Werner. "Aber Morgen geht's los, da werden wir sie fangen...." Das war der Hauptinhalt der Gespräche.

19.7.2009

17° C, Wind 3 zunehmend aus NO, später aus S, sonnig

 Wetter vom FeinstenDer Wecker wird heute mehrmals ignoriert. Wir schrauben uns erst kurz vor 10.30 Uhr aus den Federn. Etwas spät, aber die Uhr geht im Urlaub und besonders in Norwegen immer etwas anders.
Die ersten Versuche mit der Angelei brachten nur je zwei Heringe und Makrelen. Der Wind dreht plötzlich (innerhalb von 20 min) von NO auf S. Ungewöhnlich. Wir versuchen es am Leuchtturm (Galten) die Drift ist heftig, der Erfolg bleibt aus. Es gibt eine Untiefe im Fjord. Von 90m auf 10m eigentlich keine schlechte Kante. Aber auch hier kein Erfolg. Was bleibt, ist ein Versuch in der 'Lengecke'. Das Dreamteam ist schon da. Sie haben zwei schöne Schellfische im Boot. Es geht doch. Wir versuchen auch unser Glück. Am Fetzenköder kommen schnell die ersten Bisse. Neun Seehechte und einige Wittlinge bringen das Lächeln in unsere Gesichter zurück. Obwohl die Fänge nicht so berauschend sind, füllt sich die Kühltruhe langsam.

20.7.2009

16° C, Wind 0, Regen

Es begann in der Nacht zu regnen und es sollte den ganzen Tag nicht aufhören. Also stand heute die Putz- und Flickstunde an. Ausgiebig frühstücken, einen Film von der Festplatte anschauen, Tagebuch führen, Brötchen backen, Vorfächer basteln. Das Wetter soll sich bessern, so dass wir die Vorfächer hoffentlich noch probieren können. Micha war mal schnell in Kristiansund zum Einkaufen. Er hat für seine Ines zum Hochzeitstag noch ein kleines Geschenk gekauft. Liebe ist eben doch was ganz besonderes. Ansonsten spiegeln die Bilder so etwa die Stimmung wider. Morgen ist auch noch ein Tag....

 Stimmung drinnen Stimmung draußen

 

 

 

 

 

 

 

Da werden wir mit neuem Elan an die Arbeit gehen, um die Kühltruhe zu füllen.

 

21.7.2009

16° C, Wind 2 - 3, regnerisch

Vormittags geht's mit der letzten Ködermakrele in die Lengecke. Mit viel Mühe und bei kaltem Wind bekommen wir drei Wittlinge und einen Hering. Die Ausfahrt ist dann auch bald zu Ende.

Mittagessen (Nudelauflauf) und ein nächster Versuch in der Dorschschule. Wir versuchen unser Glück auf Makrele. An der Untiefenstange ist die Angel von Lutz plötzlich mächtig krumm. Bei 7 m Wassertiefe geht ein toller Dorsch auf die leichte Spinnrute. Ein tolles Gefühl. Weitere Versuche bleiben erfolglos.
Ein letzter Versuch vor der kleinen Fischfarm bringt dann noch einen schönen Dorsch, einige Makrelen und mehrere Köhler. Der Wind wird am Abend immer kälter. gegen 20.00 Uhr ist auch dieser Angeltag zu Ende.

22.7.2009

16° C, Wind um 3, bedeckt bis sonnig

Gegen 8.30 Uhr allgemeines Wecken.Nach einem leckeren Frühstück beginnen wir den Angeltag am Leuchtturm. Das geht gut los. Lutz zieht einen tollen Schellfisch ins Boot. Etwas später folgen noch zwei weitere. Da der Wind abflaut  fahren wir nach Sveggen. Ruck zuck ist die Rute krumm. Der erste Schellfisch vor Sveggen. Hurra sie sind da.
Es dauert nicht lange, und Lutz'es Rute ist mächtig krumm. Dieses Mal war es aber nicht die leichte Spinnrute. Es dauert auch ein geraumes Weilchen, bis wir sehen was dran ist. Ein Dorsch, bei dem es uns fast die Sprache verschlägt. Mit dem Gaff glücklich ins Boot geholt, da löst sich der Beifänger in seine Einzelteile auf. Egal, der Fisch ist im Boot und Lutz hat weiche Knie.

 toller Fisch da staunt der Fotograf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Dorsch passt kaum in die Fischkiste. Wir machen weiter. Es landen von jedem noch einige Schellfische in der Kiste.

Nach dem Fischversorgen, einem Mittagessen und einem kleinen Nickerchen brechen wir gegen 19.00 Uhr noch Mal in Richtung Sveggen auf. Köder runter, Anhieb ..... und die Angel geht zu Bruch. Da keine weiteren Bisse folgen, brechen wir in Richtung Heimathafen auf. Kurz vor dem Leuchtturmfelsen ist irgendwie Bewegung im Wasser. Fisch springen?

Heringe? Unser Echolot zeigt auch gleich eine große Wolke unter uns. Die Herings- montage an die kaputte Angel und los. Es gelingt uns einige in das Boot zu holen. Viele fallen ab, weil die Angel einfach zu hart ist. Plötzlich bekommen wir Konkurenz von zwei oder drei Schweinswalen. Sie spielen um uns herum im Wasser. Der Versuch, sie zu fotografieren scheitert allerdings. Sie sind einfach zu schnell. Egal, es war ein schöner Abschluss des Tages.

23.7.2009

16° C, Wind um 3, bedeckt bis sonnig

Das Wetter sieht viel versprechend aus. Es geht also nach dem Frühstück mit vereinten Kräften( Ines und Michael haben heute ihr eigenes Boot) nach Sveggen. Unterwegs fallen ein paar Regentropfen und eine Hummel sucht Schutz unter Andreas Kaputze. Wir nehmen den blinden Passagier ein gutes Stück weit mit. So wie er kam war er dann auch wieder fort. Eine nette kleine Episode.

Nun denn. Der letzte Angeltag kann beginnen.Die Köder sind im Wasser, die Drift ist gut, jetzt kann es also losgehen. Beim ersten Hochkurbeln bei Anderea gibt es einen kräftigen Ruck in der Angel. Warum auch immer. Was war los? Der Pilker will wieder nach unten?!? Gut, dass die Bremse richtig eingestellt war. Der Fisch will einfach nicht mit nach oben. Andrea hat langsam Schweißperlen im Gesicht. Nach mehrmaligem Auf und Ab kommt dann endlich ein Seelachs jenseits der 5 kg Grenze an Bord. Große Freude und Stolz macht sich in Andreas Gesicht breit. Zu Recht...

 toller Fisch große Freude

 

 

 

 

 

 

 

In der Kiste landen noch zwei Seehechte, zwei Köhler, 3 Schellfische.

Zufrieden mit dem Abschluss, bringt die letzte abendliche Ausfahrt noch zwei Wittlinge und einen Schellfisch als Abendmahlzeit.

Die Fischkisten sind in diesem Jahr auch wieder gefüllt. Die Gesamtmenge übersteigt dabei keineswegs die zulässige Ausfuhrmenge. Wir freuen uns auf viele Fischmahlzeiten zu Hause.

Der Urlaub im nächsten Jahr ist schon wieder geplant. Dann allerdings wieder allein.

Die Heimreise verlief ohne Zwischenfälle. Auf Fehmarn trennte sich die Gruppe. Unser Weg führte uns nach Hamburg. Eine ganz liebe Bekannte wartete auf uns mit einem köstlichen Mittagessen. Im Tausch ließen wir ein wenig Fisch in Hamburg.

Im nächten Jahr gibt es wieder Neues...


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