Tagebuch Norwegen 2015
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Ekkilsøy 2015

Erster Tag in Norwegen im Jahr 2015


Die Anfahrt nach Kiel war perfekt. Die Wartezeit vor dem Boarding war entlos lang. Dafür waren wir aber in der ersten Reihe bei der Ankunft in Oslo. -- Super --

Doch dann der erste Hammer:

Der Zoll will uns genauer befragen. Ich darf die Hälfte des Autos ausladen. Da wir aber keinen Schnaps, keine Kartoffeln, sondern nur zuviel Bier dabei hatten, ging der Kelch noch mal an uns vorrüber. Das wird mir nicht wieder passieren.

Danach der zweite Hammer:

Polis --- Alkoholkontrolle bei der Einreise. Jeder Fahrer durfte 'pusten'. Wehe, wer da lange an der Bar gefeiert hat. Ich nicht - ja!!!

Auf der Fahrt der nächste Hammer: 

Ein Elch..... uns ist nichts passiert, aber kurz vor uns hatte ein Autofahrer Elchkontakt.

In Andalsnes der dritte Hammer:

Der Fannefjordtunnel ist in der Zeit von 18.00 bis 06.00 Uhr gesperrt. Toll! Eine Stunde Umweg über abenteuerliche Straßen die nur für Fahrzeuge bis 8,5 t frei gegeben sind. Trotzdem kamen uns 40tonner entgegen. Da kommt Freude auf.

Gegen 20.30 Uhr hatten wir es geschafft. Endlich wieder auf 'unserer Insel'....

 

Zweiter Tag 2015


Heute sollte es endlich losgehen. Wir bekamen das 15 PS - Boot. Das war schon mal Spitze. Ok - Gerätezusammenbau. Auch das war nach etwa 1,5 Stunden erledigt. Jeder von uns hatte seine Angel, die Makrelenangel gab es obendrauf.

Relativ schnell war dann das Boot beladen, der Probelauf des Motors absolviert, es konnte also los gehen. Ein Blick auf die Uhr: erst noch Mittagessen. Aber dann geht es los.

Der Motor läuft, jeder hat seinen Platz, die Fischkiste steht bereit. Was jetzt noch fehlt, sind Köder. Wo gibt es in diesem Jahr die Makrelen. Magnar hatte uns gesagt, es sind Makrelen da, aber sehr vereinzelt. Nichts desto trotz, eine haben wir ins Boot holen können. Damit dann aber ab in die tieferen Regionen. Schaun wir mal, ob dort noch der eine oder andere Leng wohnt....

Komisch: Das Echolot zeigt mit konstanter Boshaftigkeit 0,5 m Tiefe an. Oh Oh, was ist damit los??
Na prima, es war noch der Flachwassermodus eingestellt. Nach entlichen Versuchen, vielen Flüchen und Schimpftieraden kamen dann aber doch Fische in's Boot. In nur 2,5 Stunden Angelzeit hatten wir die ersten 15 Portionen Fisch 2015 im Boot.

4 Leng, 2 Seehechte, 1 Schellfisch, 1 Dorsch, 1 Wittling und ein kleiner Rotbarsch waren im Boot.

Einen besseren ersten Angeltag hatten wir in Norwegen noch nicht erlebt.

 

Dritter Tag  2015


Das Wetter ist leider genau so, wie es die Wetterfrösche vorhergesagt haben. R E G E N. Sonst nichts. Am Vormittag bastele ich  noch ein wenig an der Gerätschaft herum und versuche das Echolot wieder auf unsere jetzigen Bedingugen einzustellen. Das funktioniert dann auch wieder einwandfrei.

Am Mittag teste ich dann nochmal die Makrelenangel (Rollendefekt gerade behoben!!) vom Bootssteg aus. Siehe da, zwei Pollak und drei kleine Köhler konnten den Makrelenfliegen nicht wiederstehen. Die Köhler hatten genau die Köderfischgröße und die Pollak schwimmen wieder im Wasser. 

Gegen 13.30 Uhr ließ der Regen dann nach, und wir starteten den nächsten Angriff auf die Schuppentiere der See. Es wurde eine Gedultsprobe. Der Köderfisch an der Schleppmontage blieb unbeachtet und die Pilker nebst Beifänger lange Zeit auch. Bis dann doch noch ein Seehecht unbedingt in' s Boot wollte. Da der Regen und auch der Wind stärker wurden, traten wir den Rückzug an. Immerhin ladendeten wieder zwei Portionen Fischfilet im Tiefkühlschrank.

Am Abend gab einen ersten Familien_Filmabend. Irgendwo her hatte ich da doch einen netten SiFi-Film auf der Platte. Es gab eine Menge zu lachen. Dabei viel der Regen draußen nicht so sehr auf. Alle Hoffnung liegt auf Morgen.... Aber der Wetterbericht sieht nicht viel besser aus...

 

Vierter Tag  2015


Der Tag stand im Sternbild 'Wassermann' es regnet, was vom Himmel will. Erst gegen Abend lässt der Regen nach. Ein wenig herumgefahren, die norwegische Telefonkarte aufgeladen, eine Bohrinsel, die zur Reparatur hier vor Anker leigt, aus nächster Nähe betrachet, langweilig war es auch nicht.

Trotz des miesen Wetters sind wir am Abend wieder in See gestochen. 'Galten langt ut' heißt das wohl in der Landessprache. 30 Minuten Fahrt und zwei Stunden Angeln. Ergebnis: 2 Leng. Auch nicht so schlecht.

Ein Trost, morgen gibt es besseres Wetter!!!!

 

Fünfter Tag  2015


Michael kann vor lauter Sonnenschein nicht mehr schlafen. Um 7.00 Uhr gibt es das Wecken. Sonnenschein vom Feinsten und dabei auch noch ein verträglicher Wind. Frühstück und los.

Draußen war der Wind dann doch etwas mehr als gadacht. Dazu kam noch die Dühnung. Es hat schon recht ordentlich geschaukelt. Aber wir sind ja gut vorbereitet. Driften bei Wind aus NordWest in Wassertiefen von 130 - 65 Meter. Das Ergebnis, nach nur etwa zwei Stunden Angeln, kann sich sehen lassen: 4 Leng, 2 Schellfische und einen Dorsch, der lebt aber noch. Der Tiefkühlschrank bekommt  Arbeit.

Der Wind frischte so richtig auf, an eine Ausfahrt am frühen Nachmittag war nicht zu denken. Am Abend dann doch noch der zweite Versuch. Dieses Mal 'Sveggen ut'. Puhhhh, Welle, Wind, Dühnung. Das war fast zu viel. Nach etlichen Versuchen kam dann doch noch ein Leng und ein kleiner Dorsch (schwimmt wieder) an Bord.

Michaels Ausdauer haben wir es zu verdanken, das jetzt wieder Makrelen als Köder zur Verfügung stehen. Da er konsequent mit dem Makrelenpatanoster geangelt hat, gingen ihm noch 7 Makrelen und zwei kleine Köhler an die Haken.

Zurück in der Hütte gibt es Abendessen und zu ersten Mal können wir Fischsud zubereiten. Ein komplett gelungener Tag.

 

Sechster Tag  2015


Regen, Regen, Regen. Am Vormittag war faulenzen angesagt. Nach dem Essen regnete es zwar immer noch, aber nicht mehr so heftig. Da wir über brauchbares Ölzeug verfügen, ist das dann auch nicht ganz so schlimm. Also los.

An der Stelle, wo vor 3 Jahren noch eine Fischfarm war, ist alles beräumt und wir können eine lange Drift,vom Zeltplatz bis in die Lengecke.  Bei knapp 40 Meter steigt bei mir ein Fisch ein. Kräftiges Schütteln in der Rute lässt mich einen Schellfisch vermuten. Aber weit gefehlt. Es ist eine stattliche Flunder oder so, jedenfalls ein Plattfisch, von immerhin 56 cm. Ein nicht so häufiger Fang. Das war uns schon mal ein Foto wert.

Weitere Driften brachten dann nur noch einen Leng. Der Wind frischte auf, wir beschlossen eine Kaffeepause einzulegen.

Die Wolken ließen dann doch promt noch den einen oder anderen Sonnenstrahl durch. Es sah so aus, als ginge da noch was....

Versucht haben wir es, aber leider spielte uns der Wind kräftig in die Karten. Die Drift war einfach zu stark. Nach einigen verzweifelten Versuchen war die Angelei dann für diesen Tag Geschichte. Allerdings war auch diese Ausfahrt nicht ohne Fisch. Ein kleiner Leng musste noch mit. Er füllt die Sammlung Fischfilet für die Fischklöße auf. Darauf freuen wir uns schon sehr.


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